Präsenz entscheidet, wenn es zählt
Wenn es stressig wird, greifen viele zu einem Reflex: mehr Kontrolle. Mehr Tempo. Mehr Strategie. Im Gespräch mit David Hiebaum wird schnell klar: Das ist oft genau der falsche Hebel. Denn Präsenz entsteht nicht durch „draufpacken“, sondern durch Weglassen. David formuliert es im Kern so: Störungen entfernen, damit Potenzial sichtbar wird.
David Hiebaum bringt es im Gespräch auf den Punkt:
Angst ist kein guter Berater.“
David Hiebaum
Warum Angst Entscheidungen verzerrt
Angst ist kein guter Berater.“ Dieser Satz fällt nicht als Kalenderweisheit, sondern als praktische Diagnose. Angst macht klein, eng und reaktiv. Sie verändert den Blick auf Optionen. Und sie sorgt dafür, dass Menschen in Rollen bleiben, obwohl sie längst spüren, dass etwas nicht mehr passt. David beschreibt ein typisches Signal: Wenn ein Rahmen keine echte Lernkurve mehr zulässt. Dann wird das Tun schwer. Nicht, weil man unfähig ist, sondern weil Energie blockiert.
STOP: Das kleinste Ritual mit großer Wirkung
Was tun, wenn Emotionen hochgehen? David empfiehlt einen Mini-Reset: STOP.
- Stop – kurz anhalten.
- Take a break – eine Pause.
- Observation – wahrnehmen, was im Körper und im Kopf passiert.
- Proceed – erst dann handeln.
Das klingt unspektakulär. Aber genau darin liegt die Stärke. Wer diesen Abstand schafft, antwortet weniger aus Emotion und mehr aus Klarheit.
Motorsport als Business-Lektion
Im Motorsport ist Präsenz kein „Nice-to-have“. Wenn Sie nicht im Moment sind, verlieren Sie. David überträgt das auf Unternehmen: Statt Schuldfragen sofort zu priorisieren, hilft es, den Kurs zu finden. Was ist jetzt der nächste sinnvolle Schritt? Was ist die Ideallinie? Die Analyse kommt danach. Nur eben nicht in der Hitze.
„Wenn man nicht im Moment ist, verliert man das Rennen.“ Der Satz trifft auch Meetings, Mails und Konflikte. Wer aus dem Ärger antwortet, produziert meist Folgeprobleme.

Mojo: Die Essenz unter der Oberfläche
Im Gespräch geht es auch um Davids Buch „Mojo“. Mojo versteht er als innere Essenz – verbunden mit Mut, Authentizität und Herz. Und er bleibt konsequent bei seiner Formel: Potenzial = Talent/Essenz – Störung. Das ist kein theoretisches Modell. Es ist eine Einladung, Störungen im eigenen Alltag zu identifizieren: Angst, Ablenkung, schlechte Routinen, dauernder Input.
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