Julia Kalchhauser

Neue Podcastfolge 24 Geschichten mit Julia Kalchhauser

Warum deine Texte täglich Kunden kosten und wie du das änderst

Du hast ein gutes Angebot. Du weißt, was du kannst. Aber auf LinkedIn passiert nichts, die Website bringt kaum Anfragen, und irgendwie klingt alles, was du schreibst, nicht so, wie du eigentlich bist. Das Problem liegt selten am Angebot. Meistens liegt es an den Texten. Werbetexterin und Ghostwriterin Julia Kalchhauser arbeitet genau an diesem Problem.

In dieser Folge 24 Geschichten erklärt sie, warum erfahrene Unternehmer:innen trotz jahrelanger Expertise unsichtbar bleiben, was Website-Copy von LinkedIn-Content unterscheidet, und was wirklich passieren muss, bevor der erste Text entsteht.

Das eigentliche Problem: Texte, die über dich reden statt mit deiner Zielgruppe

Die meisten Unternehmer:innen schreiben auf LinkedIn und auf ihrer Website über sich. Was sie leisten. Wo sie waren. Was sie gerade entwickeln. Das ist nicht falsch. Aber es beantwortet nicht die eine Frage, die sich die Zielgruppe mit jeder Sekunde Aufmerksamkeit stellt:
Was habe ich davon?

Julia Kalchhauser nennt das im Gespräch einen der häufigsten und folgenreichsten Fehler:

Die Zielgruppe stellt sich mit jeder Sekunde Aufmerksamkeit, die sie schenken soll, die Frage:
What’s in it for me?
Und das wird halt oft leider verabsäumt.“

Julia Kalchhauser

Wer das nicht beantwortet, verliert die Aufmerksamkeit. Nicht weil das Angebot schlecht ist. Sondern weil es nicht klar rüberkommt.

Website und LinkedIn: zwei verschiedene Aufgaben

Beide Kanäle brauchen gute Texte. Aber sie lösen unterschiedliche Probleme.

Die Website ist der Lexikoneintrag. Sie beantwortet die großen Fragen: Wer bist du, was machst du, warum sollte ich dich beauftragen. Sie ist statisch und muss deshalb klar, kompakt und zielgruppenorientiert sein.

LinkedIn ist der Ort, wo Facetten sichtbar werden. Haltung zu aktuellen Themen, Geschichten aus der Praxis, Perspektiven, die immer wieder aus neuen Winkeln beleuchtet werden. Wer nur ankündigt und berichtet, verschenkt das Potenzial der Plattform.

Und wer zu tief in seiner eigenen Expertise steckt, verliert dabei oft den Blick von außen. Julia Kalchhauser bringt das auf eine klare Formel: Ein Text muss so verständlich sein, dass ihn ein zwölfjähriges Kind versteht. Nicht weil die Zielgruppe keine Expertise hat, sondern weil Klarheit immer funktioniert und Fachjargon meistens nicht.

Der EPU-Vorteil, den die meisten übersehen

Einzelunternehmer:innen denken oft, sie bräuchten ein großes Unternehmen im Rücken, um auf LinkedIn ernst genommen zu werden. Dabei haben sie einen Vorteil, den kein Konzern kaufen kann.

Als EPU bin ich viel wendiger. Wenn mir beim Radfahren am Wochenende etwas auffällt, das einen Bezug zu meinem Business hat, kann ich ein Selfie machen und darüber schreiben. Das würde in einem großen Unternehmen nicht möglich sein. Und das macht mich als Person viel greifbarer.“

Julia Kalchhauser
Snapshot der Neue Podcastfolge 24 Geschichten mit Julia Kalchhauser

Keine fünf Korrekturschleifen. Keine Rechtsabteilung, die jeden Satz entschärft. Keine Abstimmung mit Marketing, Sales und Geschäftsführung, bis am Ende ein generischer Beitrag übrig bleibt, der niemanden vor den Kopf stößt und deshalb auch niemanden wirklich erreicht.

Wer als EPU Haltung zeigt und konsequent eine klare Stimme entwickelt, baut Vertrauen auf. Und Vertrauen ist auf LinkedIn die einzige Währung, die langfristig zählt.

Was Ghostwriting wirklich bedeutet

Viele Unternehmer:innen wissen nicht, dass sie professionelle Unterstützung beim Schreiben bekommen können, ohne ihre eigene Stimme zu verlieren. Ghostwriting bedeutet nicht, dass jemand anderes übernimmt. Es bedeutet, dass das eigene Wissen, die eigene Persönlichkeit und die eigene Sprache in Texten sichtbar werden, die man selbst nie so formuliert hätte.

Bevor Julia Kalchhauser für jemanden schreibt, taucht sie tief ein: Angebot, Zielgruppe, Werte, Markenstimme. Was sagt diese Person gern? Was würde sie nie sagen? Welche Formulierungen gehen ihr auf die Nerven?

Das passiert in einem gemeinsamen Workshop. Danach braucht es monatlich rund eineinhalb Stunden vom Auftraggeber. Eine Stunde für die Themenabstimmung, dreißig Minuten zum Drüberlesen und Freigeben. Wer zweimal die Woche selbst postet, sitzt im Monat rund zehn bis zwölf Stunden daran. Was dabei bleibt: Die Kommentare und Nachrichten kommen weiterhin von der Person selbst. Denn genau dort entsteht aus Sichtbarkeit echte Verbindung.

Die 3 Tipps von Julia Kalchhauser

Am Ende jeder Folge 24 Geschichten gibt es drei kurze Tipps, die sofort umsetzbar sind. Julia Kalchhausers Empfehlungen für alle, die auf LinkedIn sichtbarer werden wollen:

  • Profil aufräumen. Die Infobox ist keine CV-Rubrik. Sie ist eine Landingpage. Eine klare Handlung, kein Lebenslauf. Wer liest, soll sofort wissen, was der nächste Schritt ist.
  • Zweimal die Woche drei sinnvolle Kommentare. Relevante Beiträge zum eigenen Thema suchen, das Suchergebnis als Lesezeichen speichern und regelmäßig aufrufen. Zehn Minuten. Und sichtbar bei Leuten, mit denen man noch gar nicht vernetzt ist.
  • Die eine Frage beantworten: Was treibt die Zielgruppe wirklich um? Welche Frage stellen sie sich, bevor sie jemanden beauftragen? Genau das als ersten eigenen Beitrag aufschreiben. Der Rest entwickelt sich.

Zur Person

Julia Kalchhauser ist Werbetexterin und Ghostwriterin aus Wien. Unter dem Label wortstark schreibt sie Website-Texte und LinkedIn-Content für Unternehmer:innen und Führungskräfte, die ihre Expertise sichtbar machen wollen, ohne dabei ihre eigene Stimme zu verlieren.

Mehr auf www.wortstark-wien.at

LinkedIn: https://www.linkedin.com/in/julia-kalchhauser/

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